Feuerwehr

Magirus-Drehleiter DL 30 von 1955 bis 1972 bei der Berufsfeuerwehr in München im Einsatz. Von 1972 bis 1987 in Holzkirchner Besitz. Nach Ausmusterung wurde das Fahrzeug der Feuerwehr geschenkt und ist derzeit bei den Freunden der Historischen Feuerwehr" in Mühldorf untergestellt.

 

Das Magirus-Tanklöschfahrzeug TLF 16 wurde 1958 von der Marktgemeinde Holzkirchen gekauft und war bis 1985 im Einsatz. Bis zur Ausmusterung 1993 war es im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Schaftlach. Jetzt ist es als historisches Fahrzeug bei Feuerwehrfesten zu sehen.

Die Erhaltung unserer Oldtimer ist ein besonderes Anliegen des Vereins.

 

Unser Oldie

 

Unser Oldie bei der Einweihung 1929

Das Löschfahrzeug mit der ursprünglichen Bezeichnung Magirus-Auto-Motor-Spritze wurde von den Holzkirchner Gemeindevätern auf Antrag des damaligen Kommandanten Engelbert Kigele im Jahr 1928 bei dem Löschfahrzeughersteller Magirus-Feuerwehrgeräte GmbH in Ulm bestellt.

 

Unser Oldie

 

Einweihung 1929

Als es am 20. April 1929 an die Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen ausgeliefert wurde, begann für die Holzkirchner Feuerwehr eine neue Zeitepoche. Vorbei war die Zeit, in der man die Pferde einspannen mußte, um die von Muskelkraft betriebene Spritze zur Brandstätte zu bringen. Wenn auch im Jahr 1921 eine Motorspritze gekauft wurde, war man immer noch auf Zugtiere bzw. auf LKW´s angewiesen, die die Spritze ziehen mußten. Weiter entfernt liegende Brandorte wie Tegernsee oder Bad Tölz erreichte man mit Extrazug oder Extrawaggons. Diese Beförderungsmittel mußten vom Bahnhofsvorsteher auf Antrag der Feuerwehr unverzüglich bereitgestellt werden.

Schon beim ersten Einsatz der Auto-Motor-Spritze - am 20. Juli brannte das Sattleranwesen in Reitham - bemerkte man, welche ungeheure Schlagkraft man dem Roten Hahn jetzt entgegensetzen konnte.

In den 30er Jahren war jede Nachbarfeuerwehr froh, wenn das Holzkirchner Löschfahrzeug mit 8 Mann Besatzung und einer Pumpenleistung von 1000 Liter Wasserförderung pro Minute auf der Anfahrt war.

Nach Fliegerangriffen während des 2. Weltkriegs kam man den Münchner Bürgern einige Male zu Hilfe und unterstützte die Stadt-Feuerwehr mit Fahrzeug und Mannschaft.
Im Herbst 1945 beschwerte sich der damalige Feuerwehrkommandant August Riblinger bitterlich bei der Gemeinde: "Die amerikanischen Besatzungstruppen reinigen ihre Militärfahrzeuge mit unserem Löschfahrzeug und machen durch unsachgemäße Handhabung die Pumpe kaputt!"

Als im Mai 1957 die Holzkirchner Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug ausgestattet wurde, mußte unser technisch unterlegener Einsatzveteran in den Ruhestand geschickt werden. Die nächsten Jahre verbrachte er wenig beachtet im Gerätehaus.

Auf der Generalversammlung am 11. März 1967 kauften die Feuerwehrkameraden Georg Sigl, Hermann Marketsmüller und Josef Schwabl das Fahrzeug der Gemeinde für 50 DM ab und retteten es damit vor der Verschrottung.

Ab 1968 wurde das Fahrzeug dazu benutzt, Vereinsjubiläen anderer Feuerwehren zu besuchen und dort bei Festzügen als historisches Fahrzeug mitzuwirken.

 

 

100-Jahr-Feier 1970

Am 4. Dezember 1986 wurde das Fahrzeug von seinen Besitzern wieder der Feuerwehr Holzkirchen geschenkt.

Im Herbst 1988 beschlossen ein Dutzend eifrige Freunde alter Technik, den Wagen in neuem Glanz erscheinen zu lassen und machten sich an die Generalrestauration. Unter der Leitung von Erich Küfner ist es gelungen, nicht zuletzt mit der Unterstützung durch mehrere Firmen, in über 1200 Arbeitsstunden den Originalzustand wieder herzustellen.

 

Unser Oldie

Der Stolz der Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Holzkirchen hofft, das Fahrzeug zur Freude künftiger Feuerwehrgenerationen, für die Holzkirchner Bürger und ganz besonders für die Kinder, die die gelegentlichen Rundfahrten begeistert mitmachen, erhalten zu können.

Der heilige Florian, Schutzpatron gegen Feuer- und Wassernöte

 

Als Soldat von hohem Rang gehörte Florian dem römischen Heer an. Nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst in der Truppe bekleidete er ein höheres Amt in der Stadt Cetium (heute Zeiselmaur).

Er war ein überzeugter Christ. Als unter Kaiser Diokletian im Jahr 303 n. Chr. die Zeit der Christenverfolgung ausbrach, wollte er einer Gruppe von Christen, die in Lorch an der Enns festgenommen worden war, zu Hilfe kommen.

Er befolgte dabei die alte christliche Praxis, die Verhafteten im Gefängnis zu besuchen, um sie im Glauben zu stärken. Dabei wurde auch er festgenommen und vor den Statthalter oder besser den Richter Aquilinius geführt.

 

Fachberater Seelsorge
Dekan Walter Waldschütz

 

Dieser ließ ihn, als er seinen Glauben bekannte, foltern und schlagen. Schließlich wurde er im Jahre 304 zum Tode verurteilt und mit einem Stein beschwert in der Enns ertränkt. Sein Leichnam soll von einer Witwe geborgen worden sein. Über seinem Grab wurde das Chorherrenstift St. Florian" errichtet. Die Kirche feiert seinen Gedenktag am 4. Mai.

Als Schutzpatron gegen Feuer- und Wassernöte entwickelte sich der hl. Florian im Laufe der Jahrhunderte zu einem der volkstümlichsten Heiligen Süddeutschlands.